Risiken

Die Risiken und wie man sie mindern kann

Ein Schlaganfall kann jeden treffen. Wie hoch das Risiko für jeden einzelnen tatsächlich ist, hängt jedoch von zahlreichen Risikofaktoren ab. Ein Teil davon ist beeinflussbar, auf andere Faktoren hat man keinen Einfluss.



Beeinflussbare Risikofaktoren



Risikenpyramide

Hoher Blutdruck

Der Hauptrisikofaktor für den Schlaganfall. Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte ihn durch Ernährungsumstellung, Sport, Gewichtsabnahme oder auch durch Medikamente senken. Eine frühzeitige Erkennung und konsequente Behandlung von Bluthochdruck senkt das Schlaganfallrisiko um bis zu 40 %.

Risikenpyramide              

Fettstoffwechselstörungen

Hierdurch kann eine Arteriosklerose begünstigt werden und somit das Schlaganfallrisiko erhöht werden. Insbesondere das sogenannte LDL- Cholesterin ist hierfür verantwortlich. Durch geeignete Medikamente, Ernährungsumstellung und Veränderung der Lebensgewohnheiten können die erhöhten Blutfette sehr gut beeinflusst werden.


Rauchen

Rauchen fördert viele Schlaganfall-Risiken. Es erhöht den Blutdruck, verengt die Blutgefäße und senkt die Sauerstoff- Aufnahmefähigkeit des Blutes. Raucher haben deshalb ein zwei- bis viermal höheres Schlaganfallrisiko. Wer das Rauchen aufgibt, hat nach vier bis fünf Jahren wieder das gleiche Risiko wie ein Nichtraucher.


Diabetes

Der dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel schädigt langfristig vor allem kleinere Blutgefäße. Diabetiker haben deshalb ein zwei- bis dreifach erhöhtes Schlaganfallrisiko. Die vom Arzt verordnete Therapie senkt dieses Risiko.


Übergewicht und Bewegungsmangel

Sie sind Auslöser für Krankheiten, die das Schlaganfallrisiko steigern, wie Bluthochdruck oder Diabetes. Durch ausgewogene Ernährung und regelmäßigen Ausdauersport wie Wandern, Radfahren oder Schwimmen kann das individuelle Risiko deutlich gesenkt werden.


Herzrhythmusstörungen

Durch Herzrhythmusstörungen kann es zur Ablagerung von Blutgerinnseln im Herzen kommen. Solche Gerinnsel können dann in die Hirngefäße gespült werden und dort zu Verstopfungen führen. Häufig merken die Betroffenen nichts oder messen den Rhythmusstörungen keine große Bedeutung zu. Eine konsequente medikamentöse Behandlung kann das Schlaganfallrisiko jedoch erheblich senken.



Nicht beeinflussbare Risikofaktoren


Alter

Im Alter steigt das Schlaganfallrisiko deutlich. Ab dem 55. Lebensjahr verdoppelt es sich mit jedem Jahrzehnt.


Familiäre Veranlagung

Sind bei Verwandten ersten Grades Schlaganfälle aufgetreten, ist das persönliche Risiko doppelt so hoch wie bei Personen mit nicht betroffenen Verwandten.


Vorgeschichte

Wer bereits einen Schlaganfall erlitten hat, hat ein sechsfach erhöhtes Risiko einen erneuten Schlaganfall zu erleiden.

Ältere, familiär oder persönlich vorbelastete Menschen sollten deshalb besonders darauf achten, die beeinflussbaren Risikofaktoren so gering wie möglich zu halten.

Viele dieser Risikofaktoren führen zu einer Arteriosklerose. Diese kann Ausgangspunkt von weiteren Ablagerungen (Thrombosen) sein. Es kann zum Verschluss der betroffenen Gefäße oder der Ablösung von Gerinnseln kommen und somit zu einer Minderversorgung der nachgeschalteten Regionen (ischämischer Schlaganfall).